Dust and Diesel Tour: Linux-Spezialisten bei der Ralley Humanitaire

Kurz vor der Abfahrt in SpanienUnsere beiden Kollegen Stephan Seitz (Linux Consultant) und Dennis Kuhn (Unser Postmaster) sind vergangene Woche zu einem ganz besonderen Urlaub aufgebrochen: Sie nehmen an der „Ralley Humanitaire“ Dust-and-Diesel teil, die sie durch den Nordosten Afrikas führt.

Letzte Woche ging es in Deutschland los, vergangenen Samstag haben wir sie noch telefonisch in Spanien erreicht, wo die Ralley mit der Fährüberfahrt nach Marokko offiziell startet. Letzte Chance für ein paar Fragen an die Urlauber:

4 Wochen Urlaub und nur ein One Way Flugticket in der Tasche. Was macht Ihr da?

Stephan & Dennis: Wir nehmen an der Dust-and-Diesel-Tour teil, einem Charity-Projekt. Wir haben einen alten Mercedes gekauft, den überführen wir nun im Rahmen der Ralley über Marokko, Senegal und Mauretanien. Am Ziel wird das Auto verkauft, wir machen noch ein paar Tage Urlaub und dann geht es mit dem Flugticket zurück.

Wie seid Ihr auf diese Aktion gestoßen?

Stephan & Dennis: Wir haben in einem Podcast etwas darüber gehört, da hat uns das dann gleich fasziniert. Die organisieren zwei Touren pro Jahr und sind die Strecke schon oft gefahren. Bislang sind noch immer alle angekommen. Das ist ja keine Ralley auf Zeit, kein Wettrennnen.

Wieviel Vorbereitung steckt da drin?

Stephan & Dennis: Die Idee haben wir schon seit einem guten Jahr, im letzten August haben wir dann das Auto gekauft. Das mussten wir ja zunächst noch umbauen und wüstentauglich machen, das hat seine Vorbereitungszeit gekostet. Außerdem ist viel zu organisieren, VISA sind zu besorgen. Da braucht man schon ein paar Monate.

Die Anreise nach Spanien klingt ja nach dem einfachen Teil der Strecke. Durch welche Länder wird Euch die Route die nächsten Tage führen?

Stephan & Dennis: Übermorgen setzen wir mit der Fähre nach Marokko über, von dort nach West-Sahara, Mauretanien und den Senegal. Ende Mai ist dann Rückflug.

Das klingt nicht nach dreispuriger Autobahn…

Stephan & Dennis: Wir kennen jetzt viele Kilometer aus Deutschland, Frankreich und Spanien. Autobahn brauchen wir nach der Anreise nun wirklich nicht mehr. In Marokko geht es zunächst weiter auf Straßen, bald werden das dann aber Pisten und manchmal ist’s auch offroad. Die Straßen sind schon befestigt — aber halt eben nach afrikanischen Verhältnissen.

Am Tag vor Eurer Abfahrt in Berlin hattet Ihr ja noch Streß mit dem Wagen in der Werkstatt…

Stephan & Dennis: Wir mussten die Autos höher legen, denn sonst kommt man offroad in der Sahara nicht durch. Vor allem braucht man einen Unterfahrschutz, der die Ölwanne schützt. Da haben wir eine massive Stahlplatte vorgeschweißt. Kurz darauf ist uns aber die Lichtmaschine kaputt gegangen. Die repariert man normalerweise problemlos von unten — aber das geht nicht, wenn man eine Stahlplatte vorgeschweißt hat. Darum mussten wir von oben ran, Turbolader ausbauen, Kühlwasser ablassen und mit dem Ersatzteil gab es auch Streß. Da haben wir am Tag vor der Abfahrt noch einmal richtig geschwitzt, aber am Abend vorher war dann alles okay.

Was passiert mit dem Auto am Ziel?

Stephan & Dennis: Es gibt bereits einen festen Händler, der alle teilnehmenden Autos der Ralley ankaufen wird. Dazu hat er sich bereits verpflichtet. Aber der Preis ist noch Verhandlungssache.

Und das Geld ist für den Rückflug?

Stephan & Dennis: Nein, das Geld wird an die AEPN Mauretanienhilfe e.V. gespendet; ein Verein, der auch ein Waisenhaus vor Ort betreibt. Es gibt zwei dieser Ralleys pro Jahr, mit den Verkaufserlösen wird das Waisenhaus finanziert. Den Rückflug zahlen wir dann selber.

Könnt Ihr Euer Auto denn am Ende der Reise verkaufen? Oder habt Ihr das dann zu sehr liebgewonnen…

Stephan & Dennis: Och, vielleicht sind wir am Ende auch ganz froh, dass wir es endlich los sind. Davon abgesehen: Wenn wir es behalten, müssten wir ja die ganze Strecke zurückfahren…

Wieviele Leute nehmen denn überhaupt teil?

Stephan & Dennis: Wir sind derzeit 12 Autos mit meistens 2,  manchmal 3 Teilnehmern. Also rund 25 Leute.

Und 4 Wochen mit dem Kollegen auf dem Beifahrersitz ist kein Problem…

Stephan & Dennis: Die ersten zwei Tage waren bislang recht entspannt, keine Probleme. Mal sehen, was passiert wenn es wärmer wird und der Streß steigt. Aber es gibt ja noch 11 weitere Fahrzeuge. Zur Not muss man mal zwischen den Fahrzeugen wechseln.

Wo erfahren wir weiteres von Euch?

Stephan & Dennis: Auf https://www.very1041.de werden wir ab und zu etwas schreiben und Fotos hochladen, wenn wir Internet haben. Mal schauen.

Wir drücken Euch die Daumen — und gute Fahrt!

 

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