Unsere Geschichte

Einige Jahreszahlen sind aus der Erinnerung niedergeschrieben. Hinweise auf Irrtümer bitte gerne per E-Mail an uns.

1989

Am 5. Juli 1989 geht’s los: Die Junge Presse Berlin e.V., ein Verbund von Schülerzeitungsredakteuren, gründet die „Mailbox JPBerlin“. Den Begriff Internet-Provider gab es damals noch nicht. Startkapital: Ein 2.400 baud-Modem, ein 286er Rechner mit immerhin 256 Kbyte RAM, ein Bernstein-Monitor. Am 9. November 1989 ist der deutsch-deutsche Mauerfall.

1990

Peer Heinlein plant die Gründung einer Schülerzeitungs-Mailbox, entdeckt die JPBerlin und stößt zu dem Projekt dazu.

Der Weltöffentlichkeit wird die allererste Webseite präsentiert.

1992

Peer Heinlein übernimmt die JPBerlin als verantwortlicher Administrator, damals noch “SysOp” (System Operator) genannt. Die JPBerlin erhält einen 386er Rechner mit 512 KByte RAM und 20-MByte-Festplatte, sowie ein mit 19.200 baud wirklich unsagbar schnelles Modem nach dem Protokoll “Turbo-PEP”. Der Einsatz von Modems mit Geschwindigkeiten über 9.600 baud war damals durch die „Deutsche Bundespost“ noch verboten.

1993

Peer Heinlein und andere engagierte Mitstreiter bieten für verschiedene Träger systematisch Internet-Anwenderschulungen an. Wichtiger Schulungsinhalt: Richtig mailen, richtig zitieren, richtig die Suchmaschine benutzen. Wenig später wurde stets auch der richtige Einsatz von PGP-Verschlüsselungssoftware zum elementaren Schulungsinhalt erhoben.

Für die User der JPBerlin wird das neu erschienene Buch „PGP – Pretty Good Privacy“ vertrieben, denn der Einsatz von PGP war damals eine Selbstverständlichkeit.

1994

Aufgrund glücklicher technischer Fügung kann sich die JPBerlin über eine (damals sagenhaft schnelle) 128 KBit-Standleitung mit anderen Systemen vernetzen. Viele Gegenstellen gibt es nicht — wir unterhalten Verbindungen zur Freien Universität Berlin und zum IN Berlin e.V. Das Internet entsteht und beginnt sich zu knüpfen. Die JPBerlin bietet als einer der ersten Internet-Einwahlzugänge für normale Menschen an. Anfangs mit Modem, später mit ISDN. DSL gab es noch nicht.

Außerdem revolutionär: Wir können für jedermann Webseiten hosten. Von unserer eigenen Webseite haben wir leider nur noch eine spätere Kopie mit Stand 1998 in den Archiven gefunden. 🙂

Während andere Systeme noch einmal täglich per Telefonanruf Nachrichten austauschen, können wir in Echtzeit zu anderen Systemen im Internet senden und empfangen. Die JPBerlin wird aufgrund ihrer guten Infrastruktur und Größe einer der zentralen Verteilerknoten für viele der anderen Mailboxen in Berlin, für die wir Nachrichten weiterleiten.

Yahoo wird gegründet.

1995

In Deutschland werden ISDN-Anschlüsse flächendeckend verfügbar und lösen alte analoge Telefonleitungen langsam ab.

1997

Peer Heinlein bildet für verschiedene Träger wie z.B. die IT-Akademie in Bayern die ersten IT-Systemadministratoren aus und schreibt deren Lehrplan — ein neues Berufsbild entsteht.

GMX wird gegründet.

1998

Nicht zuletzt auch durch die zahlreichen AOL-Gratis-CDs werden Spam-Mails zum ersten Mal ein Problem. Die JPBerlin ist einer der ersten Provider, der alle E-Mails nach Spam und später auch nach Viren filtert.

Die JPBerlin rüstet Büroräume als Rechenzentrum um. Heute gibt es professionelle Rechenzentren an jeder Ecke — damals nicht.

Google wird gegründet und löst Yahoo als wichtige Suchmaschine ab.

2002

Peer Heinlein veröffentlicht das erste Mailserver-Fachbuch: Das Postfix-Buch. Es wird sich später zum Standardwerk für Postmaster entwickeln. Die aktuelle 3. Auflage hat über 850 Seiten. Peer Heinlein beginnt Schulungen zum Thema "Mailserver" zu geben, u.a. am Linuxhotel in Essen. Außerdem wird er in den Folgejahren regelmäßig Fachartikel im Linux-Magazin und der iX veröffentlichen.

2004

heinlein_professional_linux.gifDie ersten festen Mitarbeiter werden eingestellt. Aufgrund des Wachstums wandelt sich die Rechtsform des Unternehmens im Mai 2004 in die “Heinlein Professional Linux Support GmbH” (ab 2012: „Heinlein Support GmbH”). Die JPBerlin wird als einer von mehreren Geschäftsbereichen von der GmbH betrieben. Nicht der gewinnbringendste — aber der Bereich, der uns politisch am wichtigsten ist.

Peer Heinlein veröffentlicht die erste Auflage des Fachbuchs "LPIC-1 -- Vorbereitung auf die Prüfung des Linux Professional Institute". Bis 2013 werden vier weitere Auflagen des LPIC-Buchs folgen. Außerdem veröffentlichen Thomas Bechtold & Peer Heinlein gemeinsam das Fachbuch "Snort, Acid & Co. - Einbruchserkennung mit Linux".

2005

Umzug: Das 30qm kleine, provisorischen Büro in der eigenen WG wird zu eng und das Unternehmen zieht in die Räumlichkeiten der Schwedter Str. 9a. Auf 250qm bietet Heinlein ab sofort regelmäßig Linux- und Mailserver-Schulungen an. Die hauseigenen oder auch externen Dozenten sind häufig als ausgewiesene Experten ihres Themas bekannt. Die hohe Qualität der Schulungsinhalte und der praktische Nutzen für die teilnehmenden Administratoren, spricht sich unter den Linux-Admins herum, so dass die Schulungen in den Folgejahren einen regen Zulauf erhalten.

Außerdem veranstaltet Heinlein Support die erste "Mailserver-Konferenz", die Postmastern aktuelles Know-how rund um den sicheren Betrieb von Mailservern bietet.

2006

Heinlein Support organisiert die erste "Secure Linux Administration Conference", die sich künftig allen Fragen rund im den sicheren Linux-Server-Betrieb im Rechenzentrum widmet.

2007

Peer Heinlein und Peer Hartleben veröffentlichen mit “POP3 und IMAP” ein weiteres wichtiges Fachbuch rund um den Betrieb von Mailservern.

2012

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Geschäftsbereiche herauskristallisiert. Das Schulungsangebot konnte sich am Markt erfolgreich etablieren, im Consulting vertrauen Unternehmen aller Größenordnungen auf das Mailserver- und Linux-Wissen von Heinlein Support und im Hosting ermöglichen wir mit eigenem Rechenzentrumsbetrieb individuelle Lösungen. Hinzugekommen sind Hard- und Softwarelösungen rund um das Thema Mailserver: Anti-Spam, Mail-Archiv, IMAP-Server.

heinlein_logo.pngZeit, den Markenauftritt einmal zu überdenken. Es folgt ein kompletter Markenrelaunch mit neuem Unternehmenslogo und einem differenzierteren Auftritt der einzelnen Geschäftsbereiche. So tritt das Schulungsangebot seit 2012 als "Heinlein Akademie" auf und die Anzahl der Schulungsräume hat sich auf vier verdoppelt.

2013

Die Entwicklungen rund um Snowden und die NSA-Spionage lassen uns mit den Arbeiten zu einem neuen Provider beginnen: mailbox.org. Edward Snowden sagte im Guardian-Chat: „Starke Verschlüsselung ist das Einzige, worauf Sie sich verlassen können.“ - Zeit, diesen Grundsatz umfassend anzugehen.

2014

Logo mailbox.orgmailbox.org geht am 20. Februar mit dem verschlüsselten Postfach für jedermann als einfach zu nutzendem, sicherem Hafen für E-Mails und alle persönlichen Daten an den Start. Das Unternehmen bietet damit eine massentaugliche, sichere Alternative zu Hotmail/MSN, GMail/GoogleDoc und anderen kommerziellen Providern. Hinter mailbox.org stecken heute über 20 Jahre Erfahrung, zwei Dutzend Mitarbeiter, Server und Technik an zwei Standorten, viel persönlicher Antrieb - vor allem aber: Mailserver-Expertise.

Peer Heinlein veröffentlicht das erste Fachbuch zum Thema "Dovecot -- IMAP/POP3-Server für Unternehmen und ISPs" und Mikko Linnamäki, Co-Founder Dovecot OY gratuliert: "The Book is fantastic, congrats!".

2015

Testsieger! Im Januar 2015 wird mailbox.org (zusammen mit einem Mitbewerber) Testsieger der Stiftung Warentest. Getestet wurden insgesamt 14 E-Mail-Dienste. Wir freuen uns sehr!

2016

Erneut Testsieger! mailbox.org wird auch 2016 einer von zwei Testsiegern der Stiftung Warentest. Qualitätsurteil SEHR GUT (1,4). Getestet wurden 15 Mail-Anbieter.

2018

Unsere Appliance-Lösungen aus dem Geschäftsbereich Heinlein Elements: Mail-Archiv, Anti-Spam und IMAP-Server, werden abgekündigt und für Neukunden nicht länger angeboten, um sich auf andere Bereiche besser fokussieren zu können.

Das Unternehmen ist für sein langjähriges Linux-Fachwissen bekannt, zeichnet im Laufe der Jahre für Tausende von Server-Installationen verantwortlich und hat bis heute über 4.500 langjährig zufriedene Kunden. Die Anzahl der festen Mitarbeiter ist auf 35 gestiegen, die Bürofläche hat sich auf 620 qm und vier Schulungsräume erweitert.