Antoniya hat in Berlin Informatik studiert und früh als Developerin mit echter Begeisterung komplexe Datenbanksysteme entwickelt. Dann hat sie die Administration und den Betrieb von Datenbanken als neue Herausforderung für sich gesucht. Sie kennt also nicht nur die Perspektive einer Entwicklerin, sondern auch die operative Seite des Admins und hat in ihrer Laufbahn immer wieder zwischen den beiden Funktionen gewechselt. Diese doppelte Perspektive ist ein großer Vorteil, weil Antoniya schon bei der Entwicklung der Datenbanken immer die administrativen Anforderungen mitdenkt. Und natürlich ist das auch ein riesen Pluspunkt für ihre Schulungen.
Antoniyas drei Kurse haben unterschiedliche Schwerpunkte. Neben einem Überblickskurs gibt es eine Schulung mit Fokus auf Performance-Optimierungen und eine über die Nutzung von KI-Tools.
Mich faszinieren Datenbanken. Die Wahrheit steckt schon drin. Man muss nur die richtigen Fragen stellen.
MySQL / MariaDB ist sehr leicht und schnell aufzusetzen. Und trotzdem lassen sich komplexe Konzepte abbilden. Flexible Storage Engines ermöglichen die Ablage ganz unterschiedlicher Daten. Man hat also große Flexibilität und Möglichkeiten – damit aber auch die Verantwortung, die ganzen Optionen sinnvoll einzusetzen. Das bedeutet natürlich: Man kann viel kaputt machen. Auch deshalb ist ein fundiertes Wissen über MySQL und MariaDB so wichtig für den erfolgreichen Einsatz.
Ich biete an der Heinlein Akademie einen Kurs, in dem ich u.a. die Basics vermittle, der sich also auch gut für Einsteiger*innen eignet, die Linux und SQL beherrschen, aber noch nicht mit MySQL / MariaDB gearbeitet haben. Die Kurse eignen sich auch sehr gut für den Quereinstieg – also für Datenbankadministrator*innen oder Entwickler*innen, die von anderen Datenbanksystemen wechseln möchten. Und alle, die sich besonders für Performance-Optimierung und Datenbank-Design interessieren, finden auch den passenden Kurs.
Mir ist sehr wichtig, zum Einstieg die methodischen Grundlagen zu vermitteln. Viele Teilnehmende haben SQL in Ausbildung oder Studium kennengelernt und danach viel on-the-job gelernt – was dabei häufig auf der Strecke bleibt, ist ein solides Verständnis der Grundlagen. Genau das ist aber die Voraussetzung, um nach dem Seminar eigenständig weiterzulernen – und letztlich auch der Schlüssel für einen stabilen Betrieb und ein durchdachtes Datenbankdesign im Alltag. Und das Fundament zahlt sich auch aus, wenn man mit anderen Datenbanksystemen arbeitet. Genauso wichtig ist mir der direkte Austausch mit den Teilnehmenden – besonders in gemischten Gruppen. Ich möchte verstehen, welche Inhalte im konkreten Arbeitsalltag wirklich zählen, und den Kurs darauf ausrichten. Mein Ziel: Jede und jeder geht mit mindestens einer Erkenntnis nach Hause, die sich sofort in der Praxis anwenden lässt.
Ich sehe in KI großes Potential für die Administration von Datenbanken - z.B für eine schnelle Analyse von Datei-Logs, für Vorschläge zur Abfrageoptimierung oder um Testszenarien durchzuführen. Natürlich geht das alles auch ohne KI – aber mit ist es eben schneller und einfacher. Wichtig ist nur, dass man die Ergebnisse nicht einfach unreflektiert übernimmt. Man ist und bleibt selbst der Experte oder die Expertin. Die KI liefert eher Denkanstöße. Im Kurs möchte ich den Teilnehmenden die Berührungsängste nehmen und KI-Tools gemeinsam mit ihnen ausprobieren.
Abfrageoptimierung ist ein großer Hebel – aber nicht der einzige, der oft unterschätzt wird. Mindestens genauso kritisch ist das Datenbankdesign. Wer hier am Anfang nicht sorgfältig plant, hat später ein Problem: Strukturelle Änderungen an einer laufenden Datenbank sind aufwändig, riskant und manchmal schlicht nicht mehr möglich. Viele Entwickler*innen sind es gewohnt, iterativ vorzugehen und Entscheidungen später zu korrigieren – bei Datenbanken funktioniert das nur bedingt. Ein Datenbankschema verzeiht wenig.
Beim Thema Back-up gibt es in der Regel die meisten Aha-Momente, weil auch hier manchmal die Grundlagen fehlen. Das finde ich natürlich toll. Aber mein persönliches Highlight ist immer das Datenbank-Design – darauf freue ich mich immer besonders.
Ein Tipp ist vielleicht, das information_schema von MySQL und MariaDB stärker zu nutzen. Dort stecken die Metadaten der gesamten Instanz – wir sehen auf einen Blick, welche Tabellen wie groß sind, wo Indizes fehlen, wer welche Rechte hat. Eine Goldgrube, die im DBA-Alltag viel zu selten angezapft wird.
Meiner Erfahrung nach ist IT oft sehr trendgetrieben. Es gibt z.B. neue Programmiersprachen, die einen Hype auslösen, der oft aber auch wieder abflacht, wenn man neue Grenzen erkennt. Datenbanken haben dagegen ein sehr starkes mathematisches Fundament. Mathematische Logik ist einfach zeitlos. Datenbanken gibt es seit den 70er Jahren – und sie sind immer noch da und haben ihre Relevanz behalten. Durch KI wird sich sicher einiges verändern – aber ich glaube fest an eine Koexistenz von Datenbanken und anderen Technologien.
Sie möchten in MySQL / MariaDB einsteigen, Performance-Probleme lösen oder bei der Datenbank-Administration KI-Tools einsetzen? Antoniya zeigt Ihnen in ihren Schulungen alles, was Sie wissen müssen.
MySQL & MariaDB für die Praxis: Der Kompletteinstieg
08.06. - 10.06.26 (Berlin)
MySQL & MariaDB: Performance-Optimierung und Troubleshooting in der Praxis
11.06. - 12.06.26 (Berlin)
MySQL & MariaDB Administration mit KI: Effizienter arbeiten mit ChatGPT, Claude & Co.
10.09. - 11.09.26 (Berlin)