OpenLDAP, das Kernstück einer kompletten IT-Infrastruktur

IT-Infrastrukturen sind hochkomplexe Gebilde, die es effizient zu verwalten gilt. Das Werkzeug der Wahl kann OpenLDAP sein, was in sehr vielen Fällen sicherlich auch zutrifft. Dennoch scheint OpenLDAP ein gewisses Schattendasein zu fristen, da kaum über dessen Einsatz gesprochen wird. Dies soll in diesem Vortrag nachgeholt werden. An der Universität Greifswald wurde OpenLDAP vor wenigen Jahren als Identity Management System für unsere 20.000 Nutzer eingeführt und löste damit eine Reihe dezentraler proprietärer Produkte ab. Aber OpenLDAP kann viel mehr. Neben dem IdMS wird OpenLDAP als Konfigurationsbackend für unsere zentrale Netzwerkinfrastruktur (DNS und DHCP) verwendet. Dies bietet den Vorteil, dass das gesamte Netzwerk echtzeitaktuell betrieben werden kann. Gleichzeitig konnte durch die Verwendung von Metadaten und Querbeziehungen zwischen Nutzer- und technischen Daten ein hocheffizientes Ressourcenmanagement etabliert werden, was eine karteileichenfreie IT-Infrastruktur ermöglicht. Ganz ehrlich: Wer träumt nicht davon? Der Vortrag beleuchtet die technischen Details einer derartigen OpenLDAP-Infrastruktur und zeigt, wie das Ressourcenmanagement praktisch realisiert ist und gibt Erfahrungen aus dem Alltag mit den Nutzern wieder.

Referent:

Gordon Grubert hat an der Universität Greifswald theoretische Physik studiert und anschließend am Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie auf dem Gebiet Computational Physics promoviert. Während seiner gesamten Ausbildung konnte er praktische Erfahrungen im IT-Umfeld sammeln, wo er mit kleinen Webservern begann und über zentrale OpenLDAP- und Fileserversysteme zu High Performance Clustern kam. Seit 2009 ist er als technischer Leiter und stellvertretender Direktor am Universitätsrechenzentrum Greifswald beschäftigt.