
Bei OpenCloud arbeitet er heute als Teamlead Services & Delivery mit seinen Teams in den Bereichen Presales, erklärt Kunden und Partnern unsere Filemanagementlösung OpenCloud, ist Schnittstelle zum Partnernetzwerk, entwickelt Deployments, Best Practices und passende Paketlösungen für Kunden. Auch das Support-Team berichtet an ihn.
Im Interview spricht er darüber, was ihm als Führungskraft wichtig ist, über seine Begeisterung für das Segeln, Christoph Kolumbus und das Teleportieren.
Sehr, sehr positiv. Egal ob Mission, Werte oder das Team – ich hatte den Eindruck, ich komme als Gleicher zu Gleichen. Die gelebte Kultur finde ich toll und auch die Menschlichkeit. Außerdem hängt Heinlein das Thema Leadership sehr hoch. Die Mitarbeitenden stehen im Vordergrund – diesen Ansatz finde ich sehr gut und richtig.
Sinnstiftend - inspirierend - Zugehörigkeit. Bei Heinlein möchten alle einen Beitrag leisten und die Wirklichkeit positiv gestalten. Business und Geld verdienen sind kein Selbstzweck, sondern alle möchten selbstwirksam sein und gesellschaftlich relevante Dinge wie digitale Souveränität im Team voranbringen.
Man muss technische Themen mit Leadership verknüpfen können. Die Interaktion im Team ist für mich der Erfolgsfaktor – und genau die möchte ich fördern. Dazu braucht es auf jeden Fall Empathie. Und man muss die Potentiale jedes Einzelnen Mitarbeitenden erkennen, idealerweise sogar schon bevor derjenige sie selbst realisiert. Prozesse zu entwickeln und immer die Ruhe bewahren zu können, sind auch hilfreiche Skills in einer Position wie meiner.
Ganz klar die Vielfalt. Es gibt jeden Tag viele unterschiedliche Aufgaben und ganz viel entsteht spontan im Austausch mit meinen Teams. Ich mag diese Flexibilität. Außerdem fordern wir uns gegenseitig immer heraus und hinterfragen den Status Quo – das finde ich gut.
Ich sehe Führung als Dienstleistung an die Mitarbeitenden. Ich möchte Potentiale im Team freisetzen und ein Ermöglicher sein. In meinem Team sind alle sehr intrinsisch motiviert. Mein Job ist also eher, Widerstände für das Team zu beseitigen, die sie in ihrer Arbeit behindern. Im Zweifel nehme ich mein Team natürlich auch in Schutz, z.B. gegenüber schwierigen Kunden. Insgesamt bin ich - glaube ich - ein guter Teamlead für Menschen, die sich gerne selbst organisieren.
In meinem Job ist auf jeden Fall nahtlose Kommunikation wichtig. Ich brauche einen echten digitalen Arbeitsplatz, der sich problemlos an verschiedene Orte anpasst. Das Handy ist da natürlich das A und O. Ich wechsle täglich oft Kontext und Umgebung, und da muss die Technik mitspielen.
Ich würde gerne teleportieren können. Dann würde ich Kontinent-Hopping machen. Und einfach zu jeder Tageszeit woanders sein. Ich wäre z.B. erst mitten im Berliner Trubel, mittags würde ich einen Abstecher nach Thailand machen und was Nettes essen und dann irgendwo in der Natur entspannt unter einem Baum arbeiten.
Ich habe drei große Hobbys: Ich segle gerne auf alten Schiffen – das habe ich 18 Jahre intensiv gemacht. Außerdem spiele ich eigentlich jeden Tag klassisches Klavier. Und natürlich liebe ich nach wie vor das Theater. Ich nehme mir jedes Jahr vier Wochen Auszeit, um Theater zu machen. Und ganz wichtig: Meine Familie. Ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Frau, meinen beiden Kindern und neuerdings unserem Hund. Wir sind gerne in der Natur unterwegs, um kleine und große Abenteuer zu erleben und segeln auch gemeinsam.
Aktuell finde ich die beiden Dune-Teile einfach die krassesten Filme aller Zeiten. Und „Der Cloud Atlas“ ist ein sehr spannender und extrem vielschichtiger Film, den man einfach mehrmals sehen muss, um alle Ebenen zu erfassen. Außerdem bin ich Team Star Trek. Ich würde Gene Roddenberry gerne Blumen ans Grab legen dafür, dass er sich schon in den 60er Jahren eine so coole Zukunft vorgestellt hat. Ich finde Out-of-the-Box-Denken und das angstfreie Entwickeln positiver Utopien einfach super wichtig. Wir brauchen mehr Phantasie im Alltag.
Christoph Kolumbus. Ich würde ihn gerne fragen, wie er den Mut für seine Entdeckungsreisen aufgebracht hat. Er ist für mich ein Sinnbild für Entdeckergeist und das Überschreiten von Grenzen. Immerhin hat er 250 Menschen davon überzeugt, dass sie auf der Reise mit ihm nicht vom Rand der Erde fallen. Auch wenn die Entwicklungen anschließend rund um die Kolonialisierung natürlich einfach übel waren…
Ich würde mir als erstes ein Klavier kaufen – das einzige, was ich wirklich vermisse. Ein Bösendorfer 130 – das ist quasi die Stradiwari der Klaviere. Das Klavier ist aus 10 Jahre gelagertem Holz handgearbeitet und hat einfach eine tolle Klangtiefe.
In der IT-Welt habe ich kein Vorbild. Ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben war Ewald – ein Skipper und Ausbilder in der Marine. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken und ich habe von ihm extrem viel gelernt, z.B. Verantwortung in Extremsituationen zu übernehmen oder Feedback und Selbstreflexion zu trainieren, um in der Gruppe funktionieren zu können. Ohne ihn wäre ich heute glaube ich nicht in einer Führungsposition.
Ich glaube, wenn die Leute hören, dass ich in der IT arbeite, haben sie oft ein völlig falsches Bild von meinem Arbeitsalltag. Sie denken dann, ich sitze mit Nerds unter der Erde und sitze vor Bildschirmen – das hat so gar nichts mit meinem Job zu tun.
Vielen Dank für Deine Zeit und Deinen Blick auf Führung! Wir freuen uns sehr, dass Du mit Deinen Teams OpenCloud jeden Tag weiter voran bringst und hoffen, du kannst auch in Zukunft Kunst & IT gut verbinden – vielleicht ja auch mit einem echten Bösendorfer. :-)