
Seit Mitte 2025 ist Vicky Product Ownerin für unsere Kommunikationsplattform mailbox und findet, E-Mail ist eindeutig ein unterschätztes individuelles und persönliches Kommunikationsmittel.
Familienfreundlich – ich kann Arbeitszeiten relativ flexibel gestalten und auch mal spontan mein Kind abholen, wenn es nötig ist. Das ist mir sehr wichtig. Zweitens: Gestaltungsfreiraum. Ich kann im Produktbereich Software sehr eigeninitiativ gestalten, ohne Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Und drittens: Echt coole Kolleg*innen. Es gibt eine große Herzlichkeit und viel Offenheit. Man kann sagen, was man denkt und wird vom Team ernst genommen und wertgeschätzt. Außerdem mag ich, dass das Unternehmen nicht zu groß ist und es dadurch weniger Hierarchieebenen gibt. Man ist näher an Entscheidungen, hat mehr Transparenz und mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Wir nehmen die User ernst und machen bei den User needs möglichst keine Abstriche. Wir haben hohe Sicherheitsstandards, speichern keine Daten, machen keine Werbung. Auch im Light-Tarif gibt es z.B. alle Sicherheitsfeatures. Bei Sicherheit und Datenschutz machen wir eben keine Kompromisse. Das ist mir wichtig.
Viele verschiedene Perspektiven einzunehmen und Komplexität zu moderieren, das ist meine Kernaufgabe als Product Ownerin. Man hat immer einen Spagat zwischen vielen Anforderungen – eine Business-Perspektive, den Fokus auf Nutzer*innen und die Übersetzung zu den Techniker*innen. Am Ende muss man den größten gemeinsamen Nenner finden. Außerdem ist Softwareentwicklung ein iterativer Prozess. Man betritt dauernd Neuland und hat wenig Planungssicherheit. Schätzungen sind keine festen Prognosen – das muss man aushalten können, damit das Endergebnis dann richtig gut und ein überzeugendes Stück Software wird.
Und eine Besonderheit bei Heinlein ist, dass wir den Datenschutz so sehr in den Mittelpunkt stellen. Deshalb haben wir für Entscheidungen weniger Zahlen im Zugriff als andere Unternehmen und arbeiten stärker mit qualitativen Methoden, wie z.B. Gesprächen mit Nutzer*innen und dem Support, um Wissen zu sammeln.
Viele verschiedene Perspektiven sind immer gut und wichtig. Oft fehlt z.B. der Blick auf die Bedürfnisse von Frauen – auch bei User-Stories. Ein Beispiel: Viele Frauen tippen am Handy anders. Die gängigen Smartphones passen nicht zur Handgröße durchschnittlicher Frauen, da sie für die durchschnittliche Handgröße von Männern konzipiert sind. Deshalb können viele Frauen ihr Smartphone nicht mit einer Hand bedienen, sondern tippen mit zwei Händen, was die Funktionalität des Geräts einschränkt und einfach eine andere User Experience erzeugt.
Ich arbeite eigentlich immer im Home Office – für mich ist das perfekt. Und ich bin ein echter Post-it-Junkie. Ich liebe agiles Arbeiten und habe auch mein privates Umfeld mit einem Familienboard ein wenig „durchagilisiert“. Das Gefühl, wenn ich ein Post-it auf „done“ setzen kann, ist einfach genial.
Wenn man als Windows-User auf eine Linux-Nutzer*in trifft, ist die Chance groß, dass man als neuer Linux-Fan aus dem Treffen raus geht.
User-Gedanken lesen und in die Köpfe anderer Menschen gucken können wäre perfekt – auch für meinen Job.
Gartenarbeit. Ich bin Förstertochter und wohne am Waldrand. Raus in die Natur zu gehen, hilft mir beim Denken. Wenn ich ein schwieriges Problem lösen muss, gehe ich eine Runde durch den Wald. Und ich spiele gerne Skat. Ich treffe alle zwei Wochen eine feste Freundesgruppe zum Skat spielen. Ich mag an Skat, dass es zwar Regeln gibt, aber es entsteht während eines Spiels trotzdem immer wieder was Neues. Außerdem liebe ich die Psychologie beim Reizen.
Jetzt habe ich gerade „Klara und die Sonne“ gelesen, den Roman des britischen Schriftstellers Kazuo Ishiguro. Im Buch geht es um KI - aber wirklich gut und mal anders aufbereitet. Es ist aus Perspektive einer KI-Puppe erzählt, für die wir als Menschen das eigentliche Phänomen sind. Der Roman stellt die Frage, ob eine künstliche Intelligenz eigentlich lieben und fühlen kann. Als Sommer-Lektüre absolut empfehlenswert.
Ich muss gestehen, ich liebe klassische Kreuzworträtsel-Zeitungen, die man wohl eher in älteren Generationen erwarten würde. Die Anhäufung unnützen Wissens im Rätsel finde ich super. Das teile ich dann als Fun-Fact auch gerne mit anderen. Und ich mache gerne und oft Wortwitze.
Materiell fehlt mir eigentlich nichts. Deshalb würde ich ganz klassisch meinen Hauskredit abbezahlen und dann vermutlich Leute aus meinem Familien- und Freundeskreis finanziell unterstützen.
Wir haben eine Katze. Aber eigentlich sind natürlich Eichhörnchen meine Lieblingstiere – wegen meines Nachnamens. Wir haben hier bei uns übrigens alle Tiere, die die brandenburgischen Wälder hergeben. Da kenne ich mich auch gut aus, weil ich früher mit meinen Eltern oft kranke Wildschweine oder Rehe wieder aufgepeppelt habe.
Es könnte sein, dass Andere denken, ich wäre ein Kontrollfreak – aber ich tue nur so. Vertrauen ist für mich das A & O und auf jeden Fall viel wichtiger als Kontrolle.
Bei Heinlein und mailbox bisher tatsächlich nicht, in der Vergangenheit aber schon. Ich war in IT-Runden oft die einzige Frau und wurde trotz meiner Kompetenz schon manchmal weniger ernst genommen als männliche Kollegen. Das Alter spielt dabei vielleicht aber auch eine Rolle - mit zunehmendem Alter wird man meiner Erfahrung nach auch als Frau ernster genommen.
Glaubt an euch – ihr schafft das auf jeden Fall. Ihr seid klüger, als ihr vielleicht von euch selbst denkt - stellt euer Licht nicht unter den Scheffel.
Liebe Vicky – vielen herzlichen Dank, dass Du uns eine Idee vom Joballtag einer Product Ownerin gibst. Wir freuen uns riesig, dass Du bei uns bist und für uns die User-Perspektive im Auge behältst. Und wir wünschen Dir weiter viele tolle, kreative Ideen im Wald, viele Treffen mit quirligen Eichhörnchen und jede Menge spaßige und erfolgreiche Skat-Runden. :-)