Änderung in der Zentyal Backup Policy

Am 19. September ist Version 3.2 des Linux Small Business Servers Zentyal freigegeben worden. Dabei gab es im Vergleich zur vorhergehenden Version eine gravierende Änderung in der Art, wie die Datensicherung funktioniert.

Bis dahin wurden alle Verzeichnisse gesichert, und man konnte explizit Ausnahmen setzen, die dann nicht gesichert wurden.

Neu ist jetzt, daß erstmal nichts gesichert wird und explizit Verzeichnisse definiert werden müssen, die gesichert werden sollen.

Der geneigte Leser sollte sich jetzt an den Kopf fassen. Es gibt nämlich keinen Upgrade-Mechanismus, der von „Include-All“ auf „Exclude-All“ so umstellt, daß nach dem Einspielen der Version 3.2 weiterhin alle gewünschten und wichtigen Daten gesichert werden.

Ein Kunde von uns ist nun leider in diese Falle gelaufen. Er wunderte sich, warum er aus der Datensicherung vom Vortag die kaputten Mailverzeichnisse nicht wieder herstellen konnte. Mit etwas suchen haben wir dann das letzte komplette Backup von vor zwei Monaten gefunden. Acht Wochen lang wurde nicht bemerkt, daß das Zentyal-Backup praktisch gar keine Daten mehr sichert.

Lessons learned: Ein ChangeLog ist vor einem Update immer durchzulesen. Auch wenn es lang ist und so wichtige Änderungen wie diese nicht besonders hervorhebt.

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1 Antwort zu Änderung in der Zentyal Backup Policy

  1. Markus Haybach sagt:

    Lesson learned ;)

    Das umschmeißen der zuvor konfigurierten Backupinhalte durch ein Upgrade geht jedoch m.E. trotzdem nicht. Einen Bugreport habe ich bereits erfasst, ob dieser jedoch Anklang findet, wird sich zeigen.

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