VMware vSphere-Plugin unter SUSE installieren

Für den neuen browserbasierten vSphere Web Client von VMware ist die Installation eines Browserplugins nötig, um auch Funktionen wie die KVM-Konsole nutzen zu können. Schade nur, daß das auf einer aktuellen Standard-Installation von OpenSUSE nicht funktioniert — die Pfade von VMware stimmen nicht.

Seine Linux-Kompetenz stellt VMware ja schon dadurch unter Beweis, daß zur Installation an allen Debian- oder RPM-Paketmechanismen vorbei ein Shell-Script genutzt wird, das mit Admin-Rechten ausgeführt wird. Prima. So umgeht man das Paketmanagement und sorgt für intransparente Ergebnisse. So muß Enterprise-Software von Weltniveau aussehen, vielen Dank.

Die vSphere-Plugins werden unter SUSE nicht richtig installiert

Der VMware-Installer entpackt seine Plugins nach /usr/lib/firefox-addons/plugins/:

# ls -la /usr/lib/firefox-addons/plugins/
insgesamt 8
drwxr-xr-x 2 root root 4096 27. Aug 16:54 .
drwxr-xr-x 3 root root 4096 27. Aug 16:54 ..
lrwxrwxrwx 1 root root   51 27. Aug 16:54 np-vmware-client-support.so 
     -> /usr/lib/vmware-cip/5.1/np-vmware-client-support.so
lrwxrwxrwx 1 root root   59 27. Aug 16:54 np-vmware-vmrc-5.1.0-1060398.so 
     -> /usr/lib/vmware-vmrc/5.1/np-vmware-vmrc-5.1.0-1060398-64.so

Dort werden Sie jedoch auf einem SUSE-System nicht gefunden, demzufolge auch nicht geladen und so bittet der vSphere-Web-Cliebt auch nach dem nächsten Browser-Restart immer wieder um die Installation des Plugins.

Ich habe mir ehrlich gesagt nicht die Mühe gemacht, den richtigen Systempfad für die Plugins von Firefox unter SUSE rauszukriegen (wer’s weiß: mail an mich!). Vermutlich irgendwas unter /usr/lib/firefox/plugins oder am Ende gar /usr/lib64/firefox/ oder sowas. Keine Ahnung.

Kopiert man die Plugins an den richtigen Ort, funktioniert  auch vSphere unter SUSE

Stattdessen reicht es zumindest für den einzelnen User, die Plugins einfach im Firefox-Verzeichnis in seinem $HOME zu kopieren, also nach ~/mozilla/firefox/<id>.default/plugins. Die „<id>“ ist je nach Installation unterschiedlich.

Am Ende sieht das dann so aus:

peer@booster:~/.mozilla/firefox/h63jh3832l.default/plugins> ls -la
insgesamt 8
drwxr-xr-x  2 peer users 4096 27. Aug 16:54 .
drwx------ 18 peer users 4096 27. Aug 20:43 ..
lrwxrwxrwx  1 peer users   51 27. Aug 16:54 np-vmware-client-support.so 
      -> /usr/lib/vmware-cip/5.1/np-vmware-client-support.so
lrwxrwxrwx  1 peer users   59 27. Aug 16:54 np-vmware-vmrc-5.1.0-1060398.so -> /usr/lib/vmware-vmrc/5.1/np-vmware-vmrc-5.1.0-1060398-64.so
peer@booster:~/.mozilla/firefox/h63jh3832l.default/plugins>

Browser neu starten — und schon geht es. Viel Spaß.

 

UPDATE: Hier ist das Systemverzeichnis

Einen Dank an Christian Boltz: Er wies mich auf /usr/lib64/browser-plugins (32 Bit) /usr/lib64/browser-plugins (64 Bit) als das von SUSE verwendete Systemverzeichnis hin. Und siehe: Gibt man diesem Pfad dem VMware-Installer, dann klappt’s auch tatsächlich systemweit…

 

 

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