OCFS2 im Praxiseinsatz

Was tun wenn der Webserver unter der Last der Zugriffe unzumutbare Antwortzeiten liefert, wenn alle Steckplätze für Prozessoren und Speicher gefüllt sind und das Ganze als single System einfach nicht mehr skaliert? Abhilfe schaffen hier mehrere Webserver, die von einem Loadbalancer gesteuert werden. Hat die Website aber mehrere hundert GB an Webspace zu verwalten, laufen die Kosten für die Spiegelung der Daten auf mehrere Server schnell aus dem Ruder. Clusterfilesysteme (CFS) schaffen da eine deutliche Entspannung.

Der Vortrag zeigt am praktischen Beispiel von Brandenburg Online, dem Internetauftritt der Brandenburgischen Landesregierung, wie ein LVS-basierter Loadbalancer Webserveranfragen auf ein 3-Node-Cluster mit OCFS2 als Clusterfilesystem verteilt. Vor- und Nachteile von OCFS2 werden erörtert und auch ein Blick auf andere CFS im freien und kommerziellen Umfeld riskiert.

Einen hochverfügbaren Loadbalancer nur für Webserveranfragen zu benutzen macht wenig Sinn. Im Land Brandenburg werden über den LVS auch alle DNS-Abfragen und Mails an die Mitarbeiter der Landesverwaltung weitergeleitet. Alle Mails werden hier in der secure DMZ auf Viren und SPAM geprüft. Im zweiten Teil des Vortrages wird die secure DMZ als Praxisbeispiel für ein möglichst geschütztes Aufstellen von Servern mit direktem Internetkontakt vorgestellt.

Dr. Stephan Hendl

Referent:

Dr. Stephan Hendl ist Sachgebietsleiter für Unix und Linux im Landesbetrieb für Datenverarbeitung und IT-Serviceaufgaben (LDS) des Landes Brandenburg. In seinen Verantwortungsbereich fallen das Systemmanagement für unix- und linuxbasierte verwaltungsinterne Querschnittsaufgaben sowie die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Web- und Mailservern. Wenn alles funktioniert, widmet er sich leidenschaftlich dem Management und der Erweiterung des Storage Area Networks.