cfengine in der Praxis

Jeder Systemadministrator muss "mehrere" Unixsysteme verwalten. So lange gleichartige Großsysteme im Einsatz sind, wird in Form von Managementwerkzeugen eine zentrale Managementhilfe (hp/ux: Sam, Aix, Smit, ...) mitgeliefert. Der Trend geht aber zu sogenannten Serverfarmen aus "günstiger", kleiner Hardware in der Regel auf Intelbasis mit Linux als Betriebssystem. Damit eine vergleichbare Leistung und Betriebssicherheit erzielt wird müssen aber mehr Systeme vorgehalten und gewartet werden. Die klassische Lösung des Systemadministrators lautet: Skripten. Skripten sind gut und maßgeschneidert aber Wartungsintensiv. Besser wäre also eine Metasprache zur Systemkonfiguration -- zum Beispiel cfengine.

Bei der VSA kam uns die Idee, cfengine einzusetzen. Erstkontakt mit einem vergleichbarem Werkzeug "GenuAdmin" war bereits 1985. Selbstgeschriebene Skripte haben bis ca. 50 Server ganz gut funktioniert. Erst 2003 war der Leidensdruck hoch genug sich für ein vernünftiges Konfigurationswerkzeug wie cfengine zu entscheiden.

Markus Brylski

Referent:

Markus Brylski ist seit 15 Jahren in größeren Rechenzentren an verschiedensten Unixsystemen tätig. Linux ist für ihn ein weiterer Dialekt des Betriebssystems Unix, dass er bereits als ConvexOS, Aix, Irix, Solaris professionell in verteilten Umgebungen betreut hat. Stets war für ihn der zentrale automatisierte Ansatz der Systemadministration entscheidend. Probleme sind schließlich zum Lösen da. Wozu soll man ein Kommando fünfmal absetzen, wenn man auch ein Skript schreiben kann? Derzeit betreut er die Server der Verrechnungsstelle der süddeutschen Apotheken GmbH.