Intelligentes Bandbreitenmanagement und Traffic-Shaping unter Linux

Michael Bonin hat sich bei Heinlein Support im Rahmen einer Projektarbeit mit Traffic-Shaping beschäftigt und eine umfangreiche Dokumentation und Auswertung des Themas angefertigt, die wir hier als PDF zum Download zur Verfügung stellen.Auf dem Linux-Tag in Chemnitz hielt Heinlein Support einen Vortrag zu diesem Thema, die Vortragspräsentation ist hier online.

Heinlein Support hat Traffic-Shaping für verschiedene Auftraggeber und verschiedene Situationen erfolgreich implementiert und eingesetzt – vom SoHo-Netzwerk bis zum komplizierten Einsatz in den Netzwerken eines Internet Service Providers (ISP).

Nachtrag zum Vortrag in Chemnitz: Aufgrund der Kürze der Zeit musste ein Aspekt leider etwas unter den Tisch fallen. Wie dargestellt, ist Shaping grundsätzlich erstmal nur für ausgehenden Traffic möglich, da es ja um die Behandlung zu versendender Pakete geht. – Das hatten wir ja so auch dargestellt.

Doch keine Regel ohne Ausnahme :-) … Es gibt zum einen eine sogenannte „INGRESS“-Qdics, die Sie auch im genannten wondershaper-Script finden. Etwas kann man darüber auch eingehenden Traffic filtern, indem über ICMP-Steuerpakete der sendende Host auf der anderen Seite gedrosselt wird. In unseren Tests hat das jedoch keine zufriedenstellenden oder verbessernden Ergebnisse gebracht und ist auch noch etwas grundsätzlich anderes, als das von uns vorgestellte Shaping über die Klassen und Qdiscs. Wir raten darum davon ab, möchten das aber der Vollständigkeit halber noch erwähnen.

Im wondershaper-Script wird die INGRESS-qdisc auch nur dazu benutzt den Puffer in den Routern des ISPs leer zu halten um Latenzzeiten zu verbessern, bringt jedoch keine effektive Steigerung des Durchsatzes.

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